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Redaktionsbüro Wissenschaftsjahr 2010 –
Die Zukunft der Energie

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Energie von A-Z

Wichtige Begriffe aus der Welt der Energie – knapp erklärt.

A

Gezeitenenergie

Auch die starke Strömung bei Ebbe und Flut (den „Gezeiten“, wie man sagt) sowie die Meeresbrandung lassen sich zum Antrieb von Turbinen und also für die Produktion vom elektrischem Strom nutzen. Das älteste Gezeitenkraftwerk steht seit 1968 an der Nordküste der französischen Bretagne. Das Kraftwerk liefert jährlich 600 Millionen Kilowattstunden an elektrischer Energie und kann damit eine Stadt wie Mannheim mit Strom versorgen. Die Gezeitenenergie zählt zu den Ereneuerbaren Energien.

Global Warming Potential

Global Warming Potential

Das Global Warming Potential (GWP) beschreibt, wie verschiedene Treibhausgase auf die weltweite Veränderung des Klimas wirken. Normalerweise wird ein Teil des Sonnenlichts von der Erdoberfläche zurück ins All gespiegelt. Treibhausgase nehmen diese Energie unterschiedlich stark auf, sie verbleibt in der Atmosphäre und diese heizt sich auf. Das GWP gibt nun an, wie stark die Treibhauswirkung eines Stoffes ist im Vergleich zu Kohlendioxid, dem bekanntesten Treibhausgas. Methan zum Beispiel hat einen GWP-Wert von 21. Das heißt, dass eine gleiche Menge Methan 21-mal stärker wärmeverstärkend wirkt als Kohlendioxid.

H2

H2

ist das chemische Zeichen für Wasserstoff. Wasserstoff ist das leichteste und häufigste chemische Element des Universums und der Hoffnungsträger unter den Energieträgern. Die Verbrennung von Wasserstoff ist nämlich mit geringen oder gar keinen Umweltbelastungen verbunden. Er verbrennt zu Wasser, aus dem er im Prinzip wieder gewonnen werden kann. Somit geht er nicht verloren und ist ein dauerhaft verfügbarer Energieträger. Wasserstoff wird beispielspweise als alternativer Treibstoff für Fahrzeuge eingesetzt.

Holzhackschnitzel

Holzhackschnitzel

„Herr Ober, ich hätte gern einmal die Buletten und ein Holzhackschnitzel mit Pommes.“ Ja, dies ist ein schlechter Scherz. Außerdem würde man sich an dieser Mahlzeit wohl sprichwörtlich die Zähne ausbeißen. Holzhackschnitzel bestehen nicht aus Pressfleisch, sondern aus maschinell zerkleinertem Holz. Laut Normvorgabe sollen sie maximal drei bis fünf Quadratzentimeter messen. Die Holzteile sind als Alternative zu den bekannteren Pellets gedacht. Aber Vorsicht: Nicht alle modernen vollautomatischen Heizungsanlagen, die mit Holzpellets befeuert werden, sind für die Verbrennung von Holzhackschnitzeln ausgelegt. Für Holzschnitzelheizungen gibt es staatliche Zuschüsse.

Immissionen

Immissionen

Als Immissionen bezeichnet man allerhand Störungen, die auf Menschen, Tiere, Pflanzen, den Boden, das Wasser, die Atmosphäre, ja sogar auf Sachen einwirken: Erschütterungen zum Beispiel oder Gase, Gerüche, Dampf, Wärme, Lärm. Eine Immission ist Folge einer Emission. Was da stört, muss halt irgendjemand vorher abgesondert haben. Die Messgröße für Immissionen ist – zumindest im Umweltschutz – meistens die Schadstoffkonzentration. Beispiele für leider ganz bekannte Immissionen sind Feinstaub, Lärm, Strahlenbelastung oder starker Lichteinfall durch Flutlichtanlagen.

Joule

Joule

Das Joule ist seit 1978 die internationale Maßeinheit für Energie. Namensgeber ist der englische Naturforscher James Prescott Joule (1818-1889). Er untersuchte, wie kräftiges Rühren Wasser erwärmt. Das gebräuchlichere Kilojoule (also 1000 Joule) kennt man von jeder Lebensmittelverpackung, wo oft auch noch die ältere Bezeichnung Kilokalorie (kcal) benutzt wird: Ein Glas Vollmilch zum Beispiel enthält ungefähr 130 Kilokalorien, was 544 Kilojoule entspricht.

Klimaschutz

Klimaschutz

Klimaschutz ist all das, was Menschen, Institutionen und Regierungen gegen die weltweite Erwärmung und damit gegen den Klimawandel unternehmen. Im Mittelpunkt steht dabei das Bemühen, den Ausstoß von Treibhausgasen zu verringern. Da sich das Klima weltweit verändert, haben Staaten und Staatengemeinschaften begonnen, den Klimaschutz gemeinsam voranzutreiben und auch in Regelwerken festzuschreiben. Wichtige Beispiele dafür sind die Klima-Rahmenkonvention von 1992, das Kyoto-Protokoll von 1997 und zuletzt die Klimakonferenz der Vereinten Nationen in Kopenhagen (2009).

Kraft-Wärme-Kopplung

Kraft-Wärme-Kopplung

Der Begriff Kraft-Wärme-Kopplung (KWK) bezeichnet eine Kraftwerkstechnik, bei der gleichzeitig Strom und Wärme produziert wird. Bei anderen Kraftwerken werden Brennstoffe verheizt, um Wasser zu erhitzen. Der entstehende Wasserdampf treibt Turbinen an, die Strom erzeugen. Der Anteil an Abwärme ist dabei ziemlich hoch. Abwärme ist Energie, die ungenutzt ausgestoßen wird, in diesem Fall mit dem Wasserdampf. Bei der Kraft-Wärme-Kopplung wird die bei der Verbrennung entstehende Wärme nicht einfach aus dem Schornstein geblasen, sondern an Haushalte weitergeleitet. Damit verdoppelt sich der Wirkungsgrad, also die Ausnutzung der Energie, die im Brennstoff gespeichert ist, von 40 auf 80 bis 90 Prozent. So spart man Geld und die Umwelt zugleich. Diese Technik ist nicht auf große Industriekraftwerke beschränkt. Es gibt auch Kleinanlagen wie Blockheizkraftwerke, die ein bis zwei Familien versorgen.

Leistung

Leistung

Leistung ist eine physikalische Größe, die den Energieaufwand in einer bestimmten Zeit beschreibt. Die übliche Formel ist Energie durch Zeit oder auch Arbeit durch Zeit. Angegeben wird Leistung in der Einheit Watt (W). Der Name geht auf den schottischen Erfinder James Watt (1736-1819) zurück. Watt war ein Mechaniker, der an der Universität von Glasgow Instrumente herstellte. Unter anderem hat er die erste verwendbare Dampfmaschine und die Kopierpresse erfunden.

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